Die Festivalleitung

KATHRIN BRÜLHART CORBAT 1969 geboren und aufgewachsen in Luzern. Ausbildung zur Primarlehrerin, anschliessend Schauspielakademie Zürich (heute: ZHdK), Abschluss 1997. Seit 2001 ist sie Schauspielerin beim Theater Tabula Rasa. Mit Stücken für ein junges Publikum ist sie in der ganzen Deutschschweiz auf Tournée.

Sie ist Kursleiterin an der LehrerInnenweiterbildung und Dozentin des Spezialisierungsstudiums Theaterpädagogik an der PH Luzern. Seit Januar 2019 arbeitet sie in einer Teilzeitanstellung am Zentrum Theaterpädagogik an der PH Luzern als Verantwortliche für die Theaterperlen und den Theaterlenz.

Seit 2010 unterrichtet Kathrin Brülhart das Wahlfach Theater und das Modul Auftritts-kompetenz an der Fachmittelschule Bern. Sie ist seit 2010 OK-Mitglied für den Theaterfrühling Bern.

Kathrin Brülhart ist Mutter von zwei Kindern und lebt in Bern.

www.theater-tabula-rasa.ch

 

SUSANN RIEBEN gehört seit 2009 zur Arbeitsgruppe Theaterfrühling. Ihr ist es ein Anliegen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche das Theaterspielen ausprobieren und davon profitieren können. Sie ist 1963 in Zürich geboren, hat dort das Primarlehrerdiplom gemacht und später ein Regiediplom an der Akamie für darstellende Kunst Ulm. Seit 1993 lebt sie in Bern.

Seit Abschluss ihrer Ausbildung zur Dramatherapeutin, d.h. Kunsttherapeutin, Fachrichtung Theater und Sprache, arbeitet sie in eigener Praxis.

Inszenierungen und Stückbearbeitungen für professionelle Gruppen und Amateurtheater. Sängerin beim a cappella Ensemble ‚voxtasy’. Coaching für Auftrittskompetenz; Studienleitung eines CAS Theater am Institut für Weiterbildung der PHBern; Lehrerin an der Freien Volksschule Solothurn.

 

BEA SCHILD 1985 geboren und aufgewachsen in Bern. 2010 Bachelor in Theaterwissenschaften an der Universität Bern und 2015 Master in Theaterpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).

Neben der Leitung zahlreicher Theaterprojekte mit Schulklassen arbeitet sie als Theaterpädagogin bei «Junge Bühne Bern», kreiert mit Schulklassen szenische Rundgänge in Zusammenarbeit mit «StattLand» und war von 2019 – 2021 Leiterin der Theatervermittlung am Luzerner Theater. Bereits 2017 – 2019 war sie in der Projekt- und Festivalleitung für den Theaterfrühling tätig und übernimmt ab 2021/22 wieder die Aufgabe von Björn Drewes.

Bea Schild hat ein kleines Kind und lebt mit ihrer Familie in Bern.

 

CHRISTOPH HEBING Co-Leiter «Junge Bühne Bern», Gastgeber und Technik-Verantwortlicher.

www.junge-buehne-bern.ch


Unser Anliegen

Unser Hauptanliegen besteht darin, durch das Theaterfestival möglichst viel Kinder und Jugendliche, Lehrerinnen und Lehrer fürs Theater spielen und für das Theater im Allgemeinen zu begeistern. Der Theaterfrühling soll ihnen einen lebendigen Zugang zu der spannenden und bereichernden Kunstform Theater schaffen.

Die Theater spielenden Schulklassen und ihre Lehrkräfte erhalten eine breitere Öffentlichkeit und grössere Anerkennung für ihre Theaterarbeit. Lehrpersonen und Klassen, die als Zuschauer an den Theaterfrühling kommen, erleben die vielfältigen Möglichkeiten theaterpädagogischer Arbeit und werden zum Nachahmen ermuntert.

Der Theaterfrühling soll so einerseits einer breiteren Öffentlichkeit zeigen, was an Schulen tagtäglich für wertvolle Kulturvermittlungsarbeit geleistet wird, andererseits soll er dazu beitragen, dass an Schulen noch mehr Kulturprojekte stattfinden.

Wir verstehen Kulturvermittlung als eine eigenständige künstlerische Praxis. An diese Praxis stellen wir die gleichen künstlerischen Ansprüche wie an unser professionelles Theaterschaffen. Was wir den Kindern und Jugendlichen vermitteln wollen, ist eine echte künstlerische Erfahrung. Wir versuchen im Sinne der ästhetischen Erziehung zu initiieren, dass die beteiligten Kinder und Jugendlichen den Entstehungs- und Entwicklungsprozess eines Theaterstückes handelnd mitgestalten und so in eine aktive Auseinandersetzung mit den darstellerischen Mitteln, mit Bühnengesetzmässigkeiten, mit sprachlichen, räumlichen, bildnerischen Möglichkeiten kommen. Sie erleben die Suche nach der richtigen Ausdrucksform für den zu bearbeitenden Inhalt, die Entdeckung und Erprobung von neuen Formen, die Entstehung von Sinn - und sich selbst dabei immer wieder als schöpferisch.

 

Alle am Theaterfrühling beteiligten professionellen Theaterschaffende stehen mitten in eigener künstlerischer Praxis, haben aber auch viel Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen und bringen neben den künstlerischen auch pädagogische Ausbildungen mit. Sie sind berufsbedingt in ständiger Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Theaterformen, sie verfolgen Tendenzen in der Sprache, beobachten den sich ständig verändernden Umgang mit dem Körper, interessieren sich für den Einsatz von neuen Medien und ihren Einfluss auf den Alltag der Kinder und Jugendlichen. Ihre Sicht auf die Welt, ihre Herangehensweise an ein Projekt, ihre künstlerische Grundhaltung versuchen sie in den Begleitungen den Lehrpersonen und ihren Klassen zu vermitteln.

Die Stücke, die im Rahmen vom Theaterfrühling produziert werden, sollen klein, aber fein sein, einfach, aber ästhetisch. Sie werden mit den Kindern angemessenen Mitteln realisiert, thematisieren den Alltag der Kinder, weisen aber auch darüber hinaus.

Im Unterschied zu vielen anderen Kulturvermittlungsprojekten bleiben die Theaterprojekte, die für den Theaterfrühling entstehen, in der Hand der Lehrpersonen. Zusammen mit ihren Klassen gehen sie durch einen anspruchsvollen Prozess, in dem sie von den professionellen Theaterschaffenden eng begleitet werden. Diese Begleitung erfolgt in allen Phasen des Projekts, von der Planung und Vorbereitung, über die Basisarbeit in der Klasse, des Improvisierens und Sammelns zum Thema, bis zum Dramaturgie festlegen und Drehbuch schreiben, dem Feilen an Details und den Endproben und Vorstellungen.

Die Begleitung funktioniert nach dem Prinzip des Coachings und stellt für die Lehrkraft eine praxisbezogene Weiterbildung im theaterpädagogischen Schaffen dar. Der oder die Theaterschaffende arbeitet mit der Klasse nach künstlerischen Prinzipien, bringt geeignete Spiel- und Arbeitsformen, bringt Ideen und Impulse des zeitgenössischen Theaterschaffens ein – aber immer so, dass die Lehrperson mit ihrer Klasse damit auch eigenständig weiterarbeiten kann. Sie soll durch die Zusammenarbeit zum Sammeln eigener Erfahrungen ermuntert und zu eigenen Experimenten angeregt werden.